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Ab 1935 nimmt der Verein passive Mitglieder auf. 146 Mitglieder traten dem Verein bei - der Jahresbeitrag beträgt 1,20 Mark und wird in zwei Raten vom Vereinsdiener eingezogen. Dieser erhält für seine Arbeit 10,- Mark jährlich.

Das Jahr 1933 war auch für den Verein und die Kapelle ein großer Einschnitt. Bezeichnend der Eintrag im Protokollbuch: es war das arbeitsamste und geldärmste Jahr. In dieser Zeit wurden die Vorstandssitzungen nicht mehr in Gasthäusern abgehalten sondern in Wohnzimmern von Vorstandsmitgliedern. Musiker traten aus, der Wechsel in den Vorstandschaften war verhältnismäßig groß. Auch die Einträge im Protokollbuch waren sehr vorsichtig formuliert - was in Anbetracht der politischen Verhältnisse nicht verwunderlich ist. So heißt es ganz lapidar, ohne weitere Erklärung z.B.: 1936: - 1. Mai Nationalfeiertag - Maifeier auf dem Adolf-Hitler-Platz oder auf Beerdigungen von passiven Mitgliedern wird nicht mehr gespielt, weil die Musiker beschäftigt sind. 1938: im Verein knistert und knarrt es - es kommt zu Austritten.

Im 3. Reich waren Uniformen der Wehrmacht und den NS-Organisationen vorbehalten. An den Fronleichnams-Prozessionen durfte die Kapelle nicht mehr in Uniform teilnehmen. Vermutlich sind es diese und weitere Gründe, warum die von den Bildern bekannte weiße Kleidung als sogenannte Nebenuniform angeschafft wurde. Zuerst mit schwarzem Hut (im Theater ausgeliehen), später mit der Michelsmütze.

Diese Uniform zeigt Ihnen Karl Veith