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Rückblick auf die Vereinsgeschichte von 1900 bis Heute

Einem alten Brauch folgend, wollen wir im Jubiläumsjahr Rückschau auf die ersten 110 Jahre der Musikkapelle und des Musikvereins Neuweier halten. Vieles was wir in den alten Urkunden und Protokollen lesen, erscheint aus heutiger Sicht undenkbar und zeitlich weit entfernt, obwohl seit der Gründung der ersten Kapelle erst 110 Jahre vergangen sind. Gerade deshalb meinen wir, ist es anläßlich unseres Jubiläums unsere Pflicht, einen Rückblick zu versuchen und zu zeigen, daß im Laufe der vergangenen 110 Jahre viel Idealismus, Ehrgeiz und Fleiß notwendig waren, die Kapelle und den Verein erfolgreich durch dieses ereignisreiche Jahrhundert zu führen.

Um die Jahrhundertwende legte eine Schar musikbegeisterter Männer um den Lehrer Grumann den Grundstock für eine kleine Musikkapelle: Hermann Boy, Franz Ernst, Josef Ernst, Matthias Hasel, Franz Hörth, Wilhelm Ling, Karl Lörch, Otto Lörch, Peter Meier, Johann Oser, Wilhelm Senn - diese Namen sind uns als die ersten Musiker überliefert. Bald fanden die ersten öffentlichen Auftritte statt und es dauerte nicht lange, bis sich jüngere Anhänger (heute würde man Fans sagen) wie Franz Ernst, Wilhelm Knopf, Philipp Meier, Johann Seiter der ersten Gruppe anschlossen. Inzwischen hatte Franz Ernst den Dirigentenstab übernommen, ehe er ihn 1911 an Franz Lörch übergab. Erst 40 Jahre später übergab dieser ihn in die Hand seines Neffen Richard Lörch. In dieser Zeit leitete er auch viele Jahre die Varnhalter Kapelle.

Mit Franz Lörch begann die Geschichte des am längsten tätigen Dirigenten. Und dass die Dirigenten lange bei der Stange bleiben, gehört seither dazu. In unserer 110jährigen Geschichte ist der jetzige Dirigent Alexander Wurz erst der 7. Dirigent. Zurück zu Franz Lörch: Als er 1920 aus der Gefangenschaft heimkehrte, formierte er aus den überlebenden des Krieges und einigen neuen, jungen Musikanten schnell wieder eine neue Kapelle. Bald konnte man sich wieder an Festen, Feierlichkeiten und Wettspielen beteiligen.

Im Protokollbuch heißt es ...es lief so gut, daß wir ab 1921 wieder öffentlich auftreten konnten ....oder 1924 Teilnahme an einem Preisspielen - wir spielten die Jubiläumsouvertüre - der Vortrag war tadellos - leider ist der Preis nicht so gut ausgefallen wie wir ihn verdient hätten, denn die Pokale waren so gut eingefettet, dass sie alle an uns vorüberrutschten, bis auf den vorletzten. Die Jungs waren auch schon überzeugt von sich!